Wahnsinn ist ein Roman über die kranke menschliche Seele und ihr Heilmittel - die Liebe. Dejan Enev

Nach dem Roman Alkohol, in dem von der Sucht erzählt wird, dann aber auch vom Aufstieg und von der Erlösung, stürzt sich Kalin Terzijski in Wahnsinn in die dunklen und rätselhaften Ströme des Falls nach unten und der Flucht hinaus. Das Thema sind die vier Jahre in der psychiatrischen Klinik - als Arzt, aber auch als Verliebter, als Kämpfer gegen die Sinnlosigkeit und Sinnsuchender - sie füllen die aufrichtigen und berührenden Seiten dieses Romans aus. Oder um es mit den Worten des Autors Dejan Enev zu sagen: "Der Psychiater Kalin Terzijski beobachtet die durch die Höfe gehenden Legionen von Menschen mit kranken Seelen in mausgrauen Morgenmänteln mit wachsender Trauer. Bis er eines Tages erkennt, dass die Psychiater nicht wissen, wo im Körper sich die Seele befindet. Die Schriftsteller hingegen schon ..."

Kalin Terzijski
Wahnsinn
(Лудост)-Ludost
Roman
Aus dem Bulgarischen übertragen und herausgegeben von Viktoria Dimitrova Popova
Cover-Illustration von Loredana Sperini
Deutsche Erstausgabe
Gebundene Klappenbroschur
284 Seiten
CHF 27.90 (UVP) / € (D) 22.- / € (A) 22.70
ISBN 978-3-906811-03-1
ISBN 978-3-906811-53-6 (E-Book)
Warengruppe 1112
Lieferbar ab 31. August 2016

Buch kaufen WAHNSINN

"In den Romanen Alkohol und Wahnsinn, die nun in einer sorgfältigen Übersetzung auf Deutsch vorliegen, schöpft Kalin Terzijski aus dem Vollen.“
Ulrich M. Schmid in der Neuen Zürcher Zeitung

"Alkohol und Wahnsinn sind beeindruckende literarische Experimente, die einen suchenden Romanhelden in einer fragmentierten Welt zeigen. Der sprunghaften Lebenserfahrung entspricht die offene Komposition der Werke: Philosophische Essays wechseln sich mit kurzen Novellen ab, autobiografische Notizen werden mit Lexikoneinträgen vermischt. Die Einheit des Erzählstrangs verbürgt Kalin Terzijski, der gleichzeitig als Autor, Held und Adressat des Textes in Erscheinung tritt. Das bedeutet keineswegs, dass Alkohol und Wahnsinn hermetische Selbsttherapien wären. Im Gegenteil: Terzijski gelingt es, der prekären Existenz eines trinkenden Psychiaters in zwei augenzwinkernden und selbstironischen Romanen die Würde eines literarischen Schicksals zu verleihen.“
Ulrich M. Schmid in der Neuen Zürcher Zeitung

"Dieser Hoffnungsschimmer in der ansonsten trostlosen Welt des jungen Psychiaters ist weder Küchenpsychologie noch Schreibtherapie, sondern die Wirkung der unbestechlichen, vielleicht sogar göttlichen Autonomie ästhetischer Form. Dass die Geschichte trotzdem am Ende zu keinem hoffnungsfrohen Abschluss findet, ist ein Grund mehr, auch den bereits erschienenen Roman Alkohol wieder zu lesen. Und das ist, neben der Lektüre von Wahnsinn, nur zu empfehlen."
Alena Heinritz für kommbuch Graz

PDF: Gespräch mit meiner Mutter
PDF: Inhaltsverzeichnis